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Ap
Löwenzahnhonig- als wenn man sonst nix zu tun hätte
10.04.2014 12:49

Passend wären auch die Kategorien „Was tue ich gegen Langeweile im Frühling“ und „Wie jubele ich meinen ahnungslosen Kindern was Gesundes unter…“
Und daher Löwenzahnhonig.
Solltet ihr wie ich in der glücklichen Lage sein, eine Wiese zur Verfügung zu haben, die weder Hundehaufen belastet noch Abgas verseucht ist, dann nix wie ran. An einem schönen, milden Vormittag ( also nicht gerade heute) sammelt ihr mit euren Kids drei große Hände voll Löwenzahnblüten. (Geht auch ohne Kinder, das ändert nichts Entscheidendes am Endprodukt)

 

Den Pikierten und Empfindlichen empfehle ich Handschuhe und nicht den Sonntagsstaat. Löwenzahn färbt gleich zweimal: Einmal der fiese Saft, der aus keiner Klamotte mehr geht und auch die Hände sind von den Pollen recht leuchtend.
Macht euch mit einem Messer daran, die gelben Blätter von den Stielen zu trennen.
Die Blütenblätter in einen Topf, mit einem Liter Wasser begießen, Deckel drauf und ruhig zwei/drei Stunden ziehen lassen.

 

Danach alles kurz aufkochen und über Nacht stehen lassen. Am kommenden Tag wird gefiltert, am besten durch ein Küchentuch. Jetzt kommt ein Kilo Zucker dazu, ebenso ein bis zwei in Scheiben geschnittene Zitronen . Habt ihr Bange, dass es zu bitter wird, nehmt nur den Zitronensaft von etwa einer Zitrone.(biologisch einwandfrei natürlich).
Alles aufkochen und Zitronen entfernen. Ganz langsam ein paar Stunden köcheln lassen, bis die Masse Fäden zieht.
Dann ab damit in Gläser und beschriften.

 

Löwenzahnhonig ist blutreinigend, hilft der Leber und hat eine kräftigende Wirkung.
Lecker auf Eis und Pfannkuchen.
Ich mache damit meine Hähnchenfleischmarinade: 2 El Öl, 1 TL Senf, 1 TL Löwenzahnhonig, 1 TL Kräutersalz. Reicht für 500 g Fleisch.

 

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